Einfach heiraten

 

 

Einfach heiraten 2026


„Einfach heiraten“ heißt: entweder mit Voranmeldung oder ohne kommen und sich trauen oder segnen lassen – Paare egal welchen Geschlechts oder welcher Religionszugehörigkeit für eine offizielle kirchliche Trauung muss das Paar standesamtlich verheiratet sein und einer der Partner evangelisch. Alle anderen Paare können dennoch den Segen Gottes zugesprochen bekommen, unabhängig vom Trauschein oder der Lebenssituation.

Um den Tag so besonders zu machen, wie er es verdient gibt es in jeder Trauung Live-Musik. Potenziell entstehende Wartezeit wird durch eine Fotobox, Sektempfang für Paare und weitere kleine Aktionen verkürzt.

Trauungen sind möglich in der Christenbergkirche und unter einem Pavillon mit Blick in den Burgwald. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit sich bei einem weiteren Pavillon einen „Segen to go“ abzuholen, wenn keine längere Zeremonie gewünscht ist.

Wichtig ist dabei noch, dass natürlich die Gaststätte auf dem Christenberg an den Tagen geöffnet hat. Durch den regulären Betrieb ist jedoch eine separate Reservierung sinnvoll. 

 

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Einfach heiraten 2025 - Ein Rückblick


„Wie spontan dürfen wir denn kommen?“ Diese Frage erreichte mich ziemlich genau zwei Tage vor dem 24./ 25. Mai. Vor den Tagen, an denen Menschen „einfach heiraten“ konnten. Seit Monaten liefen dafür die Vorbereitungen. Flyer wurden gedruckt und digital verteilt, es wurde in der OP und der HNA dafür geworben. Es stand in Gemeindebriefen der Region und sogar im Kino lief ein Trailer für diese hessenweite Aktion.

Eine Aktion, die offen sein sollte und ansprechend. Bei der Menschen erleben können, wie Kirche ist und schon immer sein konnte. Unkompliziert. Spontan. Sensibel.

Eine Aktion, die nur möglich war, weil viele mitgeholfen haben. 11 Liturg*innen haben Hochzeiten und Segensgottesdienste gestaltet und gefeiert. 6 Musizierende haben über Stunden das Fest begleitet. Unzählige haben beim Aufbau, beim Abbau und bei der Durchführung geholfen.

Denn es konnte ja nicht nur ein persönlicher Gottesdienst genossen werden, es gab auch Angebote, um den Tag besonders zu erinnern (oder um Wartezeiten zu überbrücken). Familien und Paare konnten sich Briefe schreiben, die wir Ihnen zum Jubiläum in einem Jahr zuschicken werden. Gesellschaften konnten beim Sektempfang miteinander anstoßen. Hochzeitskerzen durften gestaltet werden, um etwas mit nach Hause nehmen zu können. Und alle Erinnerungen ließen sich in einer Fotobox festhalten und konnten als Ausdruck eingesteckt werden.

Über 25 Paare haben sich an diesem Wochenende auf dem Christenberg einen Segen abgeholt. Manche haben das kirchliche „Ja“ nachgeholt, dass sie schon seit Jahrzehnten vermissen – aber für das sie nie die Gelegenheit gefunden haben. Andere haben auf den kirchlichen Segen verzichtet, weil durch Corona in der Zeit alles auf Pause stand. Manche haben sich erneut das Ja-Wort gegeben, um ein Zeichen zu setzen, wie schön die vergangenen Jahre waren und wie gut die Zukunft werden sollte.

Wir haben die Liebe gesegnet, mit Familien Übergänge gefeiert und Kinder getauft. Zu manchen Zeremonien kam nur das Brautpaar und zu anderen 40 Personen, um die Braut im weißen Kleid zu sehen. Viele haben sich schon Anfang des Jahres einen Termin gesichert, andere haben sich zwei Tage vorher noch[1]mal nach der Spontanität erkundigt. (Und ja, es waren sogar Paare da, die sich gar nicht erkundigt haben, sondern ganz auf unsere Spontanität gesetzt haben.)

Und eines zeigte sich für alle ganz deutlich: Wie gut das Angebot angenommen worden ist. Trotz mäßig gutem Wetter konnten wir in einem Pavillon mit Blick in den Burgwald feiern und haben unsere Kirche schön zurecht gemacht. In 20-25min Zeremonien wurden Worte gefunden, die ganz viel bedeutet haben und unsere musikalischen Teams haben für private Konzertgefühle gesorgt. In jedem Moment lag unglaublich viel Emotion, Freude und Segen.

Und im Nachgang kann ich sagen, dass für mich da sehr viel Dankbarkeit drinnen gesteckt hat. Dankbarkeit für die Paare und Familien, die sich auf dieses Konzept eingelassen haben.

Dankbarkeit für all die Personen, die das durch tatkräftige Unterstützung und fleißiges Mitdenken möglich gemacht haben. Dankbarkeit für die lieben Worte, die all die Paare gefunden und uns dagelassen haben.

„Wie spontan dürfen wir denn kommen?“ war eine Frage. Und ja, es ging ganz spontan – quasi aus dem Stand. So war es in diesem Jahr und so wird es auch im kommenden sein. Falls sich jemand aber doch lieber einen Termin sichern möchte: Ihr könnt euch den 26./27. Juni 2026 notieren, da wird es einfach segenhaft auf dem Christenberg.

Pfarrer Konrad Draude